Petra Schlötzer

Tel: 09403-518465
Mobil: 0176-38668515
E-Mail: p.schloetzer(at)alles-darf-sein.de

 

Ein neuer Abschnitt beginnt...

13-11-2017

Scheinbar wird es zur Routine, dass ich nur rund um den Jahreswechsel schaffe hier einen Eintrag zu schreiben... naja - auch das ist eine gewisse Art von "regelmäßig", oder?

Auch das Jahr 2017 ist schon fast wieder vorbei - und ja, es beginnt ein neuer Abschnitt für mich. Und ich bin wie immer sehr gespannt, wo es mich hinführt.

Was hat sich verändert? Ich habe nach drei Jahren die Ausbildung als systemische Paar- und Familientherapeutin abgeschlossen und bin zum Einen super stolz - weil das geschafft ist, und zum Anderen auch froh - weil jetzt vielleicht wieder etwas "Freizeit" auf mich zukommt. Die letzten Jahre waren wieder sehr ausgefüllt mit Arbeit und Ausbildung - da kam "durchatmen" und "Selbstsorge" wieder mal etwas kurz.

Das ist tatsächlich mein Nahziel momentan... mir endlich auch wieder etwas Zeit zu gönnen, mich um mich zu kümmern, und meinen Akku zu laden. Vielleicht passt dazu die Winterzeit und "Winterschlaf" ja ganz gut. Eigentlich ist es ja die Zeit zum regenerieren und etwas runterzufahren - bis im Frühjahr wieder mit neuem Ehrgeiz weitergemacht werden kann.

Wir werden sehen - ich bemühe mich jedenfalls darum... mal einen Schritt langsamer zu machen.

Es ist sehr interessant - ich habe ja ganz am Anfang schon geschrieben, dass mein Körper mir ein sehr guter Lehrmeister ist. Das ist er weiterhin... und zwingt mich zur Ruhe, immer wieder. Und zum nachdenken und reflektieren. Ich kann jedem nur empfehlen - hört hin in solchen Situationen. Meine "Sollbruchstelle" ist mein Rücken - und der zeigt mir seit ca. einem halben Jahr, dass ich irgendetwas nicht mehr "ertragen" oder "tragen" kann... und nachdem ich das früher mit zusammengekniffenen Zähnen und "es hilft ja nichts, ich muss weitermachen"  geflissentlich überhört habe... höre ich inzwischen schneller hin. Ich mache zwar trotzdem weiter :-) aber nicht mehr so verbissen.

Da mag so mancher denken "ja natürlich - Dauerbelastung - Doppelbelastung - Arbeit und Ausbildung ist zu viel" - nein, ich sehe das anders. Natürlich ist es viel - aber der Druck kommt von etwas anderem... mein Rücken zeigt mir, dass ich wieder etwas verändern muss - weitergehen - etwas Neues anfangen - auch lockerlassen, bzw. loslassen. Und ich höre hin, und denke darüber nach... die ersten Schritte auf dem neuen Weg sind gegangen. Ich hoffe, dass die nächsten bald folgen und ich wieder etwas neues beginnen kann - um wieder "flexibler" und "beweglicher" zu werden.

Zum "Neuen" gehört natürlich auch, mein erlerntes Wissen aus der Ausbildung jetzt wirklich an den Mann und die Frau zu bringen. Systemische Beratung anzubieten - mich wirklich in die Praxis einzuarbeiten in diesem Bereich. Und darauf freue ich mich - und lasse mich gern darauf ein. Jedoch nicht mit Druck und "ich muss doch jetzt...", sondern mit Neugier und Freude.

Ich bin gespannt, wen ich in meinen Räumen begrüßen darf, und wem ich ein Stück auf dem Lebensweg weiterhelfen darf, bzw. für wen ich eine Wegbegleitung darstellen darf. Ich kann die Arbeit dieser Personen an ihrem Leben nicht übernehmen - das muss jeder Einzelne für sich tun. Aber ich gehe gern ein Stück des Weges mit, zeige neue Wege und stütze ein bißchen. Darum geht es - Hilfe zur Selbsthilfe. Und darauf freue ich mich sehr!

In diesem Sinne... bis bald!

 

Und wieder ist´s Advent

03-12-2016

​Puh - ich bin dieses Jahr wirklich nicht sehr fleißig gewesen mit der Schreiberei... schwupps, ist es wieder Adventszeit, das Jahr ist fast vorbei bzw. das Jahr 2017 steht vor der Tür.

​Bin ich jetzt wirklich in dem Alter angelangt, in dem die Zeit "verfliegt"? Hallo? Ich bin knapp über 40 :-) früher war das doch eine Aussage von "den Alten"! Aber scheinbar verfliegt die Zeit tatsächlich. Oder liegt es daran, dass "man"  bzw. in dem Fall "ich" einfach so viel parallel mache und von daher tatsächlich manchmal kaum merke, wie die Zeit vergeht, bzw. immer erst beim Monatswechsel kurz ins Stutzen und Staunen komme, wo dieser Monat geblieben ist?

​Adventszeit... was heißt das? Was heißt das für mich? Für andere? Für mich erstmal... arbeiten wie sonst auch, als Hobbymusikerin verhältnismäßig viele adventliche Auftritte, die normalerweise aber echt Spaß machen und mir ein bisschen Weihnachtsvorfreude geben.

​Was heißt das für andere?  Na, wie mir scheint, heißt es wieder jede Menge Spendenaktionen für den guten Zweck und leuchtende Kinderaugen (Äh, wo sind die ganzen hilfsbereiten Menschen den Rest des Jahres? Warum ist sowas nur möglich von 1. - 24.12.? Verwunderung auf meiner Seite...)

​Mein persönliches Vorweihnachtsgrauen erlebe ich an den Adventssamstagen - falls ich noch irgendetwas einkaufen muss - und "Nächstenliebe" und "weihnachtliche Freude" scheinbar missinterpretiert werden in rabiates Autofahren, kämpfen um den Parkplatz vorm Einkaufszentrum und verkniffene Gesichter in den Geschäften oder auch auf dem Weihnachtsmarkt... Tja, alle Jahre wieder...

​Hm, ich merke gerade, dass mein angeborener Sarkasmus grad etwas durchschlägt - dabei wollte ich doch etwas ganz anderes schreiben. Ja, so war der Plan. Ich wollte mir Gedanken machen, was sich für mich in den letzten Monaten wieder verändert bzw. bewegt hat. Denn, das hat es, auf jeden Fall.

​Ich bin innerlich (endlich) wieder etwas ruhiger und zufriedener geworden - sagen wir mal "mit mir im Reinen". In der Familie gab es einige Situationen dieses Jahr, die mir wieder sehr deutlich gemacht haben, wie wichtig Familie und vor allem Gesundheit ist - und dass ein Zusammenhalt und gegenseitiges Stützen durch nichts zu ersetzen ist. Das war mir vorher schon bewusst - aber jetzt ist es wieder sehr viel präsenter.

​Durch die Ausbildung und die damit verbundenen Selbsterfahrungseinheiten habe ich noch mehr verstanden, warum ich in manchen Bereichen wie reagiere, bzw. warum mich manche Dinge so "antriggern" - und ja, ich konnte einiges davon ad acta legen... und das tut mir sehr gut. Manches ist sehr viel selbstverständlicher geworden - und trotzdem sehe ich den Wert und die Bedeutung von vielen Situationen, Gefühlen, Begegnungen sehr viel klarer und entspannter jetzt.

Alles in allem - obwohl es sich stellenweise ganz anders angefühlt hat - ein gutes Jahr! Ein anstrengendes Jahr! Und ein sehr wertvolles Jahr!

Und ich bin dankbar - für meine Familie, meine Freunde, meine Gesundheit und tatsächlich - allem voran - für das was ich bin... und dass ich so sein darf, wie ich bin. Das ist ein gutes Gefühl!

​In diesem Sinne - eine schöne, frohe, möglichst stressfreie und gesunde Vorweihnachtszeit!!!

Wo ist die Zeit geblieben?

15-07-2016

Ja - wo ist die Zeit geblieben? Ich habe gerade mit Erschrecken und Erstaunen bemerkt, wie lange ich hier schon nichts mehr geschrieben habe... eigentlich viel zu lange.

1 1/2 Jahre später... schwupps. Wieder einmal ist alles anders - und doch auch nichts.

Womit ich in diesen 1 1/2 Jahren so beschäftigt war? Allen voran - mit mir selbst... mit meiner Gesundheit... mit meinen Ausbildungen... mit meiner Arbeit... mit meiner Familie... mit meinen Freunden... mit meinen Hobbies... und das sind auf jeden Fall nicht die schlechtesten Gründe einmal nicht "online" zu sein.

Ich hoffe, dass sich in nächster Zeit vielleicht mein "Schreib-Gen" wieder zu Wort meldet und ich wieder häufiger kurze Einträge hier oder anderweitig verfassen kann. Momentan sind scheinbar noch andere Dinge vorrangiger - aber alles hat seine Zeit und "alles darf sein".

Ich freue mich jedenfalls, bzw hoffe noch, auf einen schönen Sommer 2016. Vor allem hoffe ich, dass die Unwetter und Überschwemmungen in unseren Breiten fürs erste überstanden sind und doch langsam Sommerwetter hier einzieht - der Herbst kommt wieder schnell genug!

 

2015 - wieder ein Neuanfang

10-01-2015

Liebe Leser, im Handumdrehen sind wir im nächsten Jahr angelangt. 2015 - was wird es bringen. Ist es ein Neuanfang? Ich finde ja - alle Jahre wieder - beginnt etwas völlig Neues. Nur weil sich die Jahreszahl ändert? Nein - für mich sind die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönigstag wirklich immer ein kleiner Abschied und ein Neubeginn. So auch dieses Jahr.

Ich finde es spannend... eine kurze Rückschau zu halten, mir das letzte Jahr noch einmal bewusst anzusehen, zu spüren, was ist passiert... was hat sich verändert... wer ist in mein Leben getreten... wer hat sich verabschiedet... Gedanken dieser Art. Und, glauben Sie mir, es ist viel geschehen. Mal wieder. 2014 war für mich ein interessantes und zum Teil sehr anstrengendes Jahr. Ich durfte viel lernen, viel erfahren, über sehr vieles nachdenken, womit ich mich sonst wahrscheinlich nicht beschäftigt hätte. Rein äußerlich sah es häufig so aus, als würde sich bei mir nichts bewegen... rein innerlich hat sich eine Unmenge bewegt.

Obwohl ich... weiterhin den gleichen Job mache, den ich seit 2013 mache... obwohl ich... weiterhin vieles tue oder nicht tue, was ich vorher getan oder nicht getan habe... Und doch - hat sich vieles bewegt. Ich durfte schmerzhaft lernen, mich wieder mehr um mich zu kümmern. Und an manchen Tagen erinnert mich mein Körper weiter daran - damit ich diese Lektion nicht wieder vergesse. Ich durfte durch diese körperlichen Beschwerden neue Menschen kennenlernen, die ich sonst vielleicht nie getroffen hätte, und die mein Leben unheimlich bereichern. Und vor allem durfte ich dadurch lernen, dass jederzeit Menschen in meinem Umfeld sind, die sich um mich kümmern und mir helfen - wenn ich es zulasse und frage. Und das war für mich ein schwieriger Schritt - aber - ich habe ihn gemacht und bin sehr dankbar dafür. Zu sehen, auch ich bin es wert, dass man sich um mich sorgt. Bisher war ja meistens ich diejenige, die sich gesorgt hat...

Ich weiß nicht, wer es noch so erlebt hat, aber vor allem die zweite Jahreshälfte war unheimlich emotional geladen. Ich kenne viele Paare, bei denen sich in den letzten Monaten vieles bewegt hat... sich häufig auch gezeigt hat, dass sie eigentlich nicht zueinander passen... bzw. dass es Zeit ist, wieder getrennte Wege zu gehen. Obwohl doch "eigentlich alles gut war". Nach näherem Hinsehen konnte nämlich bemerkt werden, dass eigentlich gar nichts gut war. Nur - man hatte sich arrangiert... und sich daran gewöhnt, dass es "halt so ist". Ich bin sehr gespannt wie es für diese Paare, bzw. die betroffenen Personen 2015 weitergeht. Jedenfalls bringt es mich dazu, mich sehr viel und sehr intensiv mit der Frage "Partnerschaft - Liebe" zu beschäftigen... ein Thema, dass mich sowieso seit Jahren begleitet. Ich habe auch vor längerem angefangen, ein Manuskript dazu zu schreiben - und hoffe, dieses irgendwann erfolgreich beenden und auch veröffentlichen zu können. Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

Im Moment bin ich fasziniert, und häufig sehr traurig, zu beobachten, wie viele mehr oder weniger langjährige Partnerschaften nach aussen "die heile Welt" darstellen - aber wenn man hinter die Kulissen sieht, doch aus zwei Personen besteht, die eigentlich traurig und einsam sind. Paare, die seit Jahren zusammen leben - und irgendwann "einfach die Luft raus ist", oder vielleicht nie viel Luft da war? Ich weiß es nicht. Was hält einen in einer Beziehung fest, die allen Beteiligten nicht mehr gut tut...? Ist das Liebe? Die Angst davor allein zu sein? Besitzen wollen? Die Angst um die Kinder?

Ist es Liebe, wenn einer der Partner resigniert und sich dem anderen "ergibt" - damit zu Hause Ruhe herrscht... Ich kenne persönlich zu viele dieser Beziehungen - und ich möchte mir nicht vorstellen, wie viele es tatsächlich sind...

Nein - ich bin nicht verheiratet und ich habe keine Kinder... Was viele zu dem Urteil bringt "Du hast ja keine Ahnung und kannst nicht mitreden"... Dafür beschäftige ich mich seit Jahren damit "hinzuschauen". Dafür habe ich mehr als eine Beziehung bewusst beendet - weil sie mir nicht gutgetan hat... und ich "mich" aufgegeben hätte, um in der Beziehung "die heile Welt" zu kreieren. Ich wäre verschwunden und hätte mich in Luft aufgelöst, wenn ich weiter so funktioniert hätte, wie es vom Partner und dem Umfeld gefordert wurde. Ich bin kaputtgegangen... und habe funktioniert.

Ich kenne diese Muster - und ich weiß leider auch, was es mit mir gemacht hat. Umso schmerzhafter ist es für mich, zu sehen, wie so viele andere genau diese Muster leben... weil es eben so ist. Es tut mir weh, zuzusehen, wie vor allem Frauen ihre Macht ausleben und einen Mann erpressen... durch Abweisung... durch Kälte... ob jetzt die vielbesungene "Migräne" so häufig ist, weiß ich nicht... Ich sehe immer mehr, wie wenig Frauen gerne "Frau" sind... wie wenig Frauen wissen, wie schön "Frau sein" sein kann. Und das bedeutet nicht, ein naives Dummchen zu werden, dass den Mann als Lebensretter braucht! Beileibe nicht!!!

Frauen - die ihr Frausein leben - sind unheimlich stark... aber es ist eine feminine Stärke - eine nährende Stärke - eine verletzliche und weiche Stärke. Das mag seltsam klingen... aber genau so ist es. WIR sind auf andere Weise stark als Männer - und das haben wir über Jahrhunderte hinweg verloren, vergessen, es wurde uns abtrainiert. WIR haben gelernt genauso hart und unbeugsam zu werden wie Männer... wobei Männer, die ihr "Mann sein" leben, nicht hart sind und auch nicht unbeugsam. Aber das Klischee... das bedient wird... zeigt sie so.

WIR haben jetzt endlich die Möglichkeit diese beiden so verschiedenen Qualitäten wieder gemeinsam zu leben - zu trainieren - zu lernen. WIR haben die Möglichkeit unseren Kindern zu zeigen, wie es geht... sich zu respektieren, zu lieben, miteinander zu wachsen - und nicht, sich gegenseitig kleinzuhalten und zu dominieren.

Beziehungen, die als Basis die Angst haben, den anderen zu verlieren - und wo deshalb ständig mit dieser Angst agiert wird, man sich gegenseitig mißtraut, klein hält, erpresst, oder was auch immer - sind keine Liebesbeziehungen. Das ist für mich keine "Partnerschaft" - das ist Abhängigkeit von ungesunden Lebensweisen, Machtmißbrauch, Angst...

Wenn ich jemanden liebe - und ich weiß, dieser Mensch liebt mich - ist kein Platz für Mißtrauen... kein Platz für Angst... und vor allem kein Platz dafür, diesen Menschen kleinzumachen. In einer solchen Beziehung darf durchaus gestritten werden, bzw. es darf Meinungsverschiedenheiten geben - natürlich! Aber - wenn die Basis stimmt... werden sich diese beiden Menschen nicht bewusst verletzen und aufeinandereinhacken. Sondern sich gemeinsam darum bemühen, ihre Basis wiederzufinden. Kompromisse zu finden, die für beide ok sind.

Ich kenne auch Paare, die genau das leben und sich wirklich gefunden haben - und das heißt nicht, dass diese Paare keinerlei Schwierigkeiten oder Krisen zu durchleben haben. Aber - sie durchleben sie gemeinsam - weil die Basis stimmt und weil sie wissen, sie wollen es gemeinsam schaffen.

Im Moment kenne ich einige Menschen, die obwohl in einer "festgefahrenen" Partnerschaft lebend - plötzlich den Menschen treffen, mit dem sie diese Liebe leben könnten... und hier bin ich auf 2015 sehr gespannt... wohin sich diese Treffen entwickeln. Interessanterweise - und für viele nicht vorstellbar - geht es hier niemandem um "ich will aber diesen Menschen jetzt für mich haben" - sondern darum, dass es diesem Menschen gut geht... ob mit mir oder ohne mich - hauptsache dieser Mensch ist glücklich. Das passiert gerade an vielen Ecken - relativ zeitgleich - und ich bin neugierig, wohin diese Entwicklungen führen.... sehr, sehr neugierig.

Ich wünsche jedem, der das hier liest, von Herzen ein gesundes, glückliches und vor allem zufriedenes Jahr 2015. Laut den verschiedenen Horoskopen, die ich ab und an mal durchstöbert habe, wird sich 2015 vieles entspannen... klären... zum Guten wenden. In diesem Sinne - lassen wir uns überraschen!

 

Selbstsorge - oder man erntet was man sät?

24-09-2014

Man erntet was man sät - was meine ich damit? In Bezug auf die Selbstsorge??

Hm, ich ernte gerade - was ich lange gesät habe, scheint es mir. Ich werde im Moment schier gezwungen, mich endlich einmal um mich zu kümmern - anstatt immer nur um alle anderen. Mein Körper zwingt mich zur Ruhe - zur Erholung - zum Innehalten - und zum wirklich hinhören, was los ist.

Ich bezahle gerade für "Hartnäckigkeit", für ausnahmsloses "Durchhalten", für den Versuch "die Welt zu retten" :-) und muss einsehen und verstehen lernen, dass ich das zum Einen allein nie schaffen werde - ich meine, das ist mir ja schon lange klar - aber versuchen werde ich es doch dürfen, oder? Hihihi...

Und zum Anderen - wenn es mir nicht gut geht - kann ich anderen nicht weiterhelfen dass es ihnen besser geht. Ich habe meine Bedürfnisse viel zu lange ignoriert, wollte und konnte sie nicht wahrhaben - auch das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung. Jetzt "muss" ich. Ich muss mich ruhighalten, ich muss es aushalten lassen, dass ich nicht für alle verfügbar bin, dass ich nicht schnell noch für diesen oder den Anderen etwas erledige, sondern ich muss aushalten, dass "ich dran bin" - kompromisslos. Und es fällt mir schwer, sehr schwer.

Ganz am Anfang meiner Suche nach Alternativen für meine "Selbstsorge", hat mein damaliger Heilpraktiker mir einen Satz mit auf den Weg gegeben - der immer noch, und immer wieder in mir nachklingt:

"In einem Wolfsrudel frisst als Erstes die Mutter, wenn es Beute gibt - dann erst die Jungen. Denn wenn die Mutter verhungert - verhungern die Jungen mit Sicherheit auch."

So ist es im Leben, auch wenn ich und vermutlich auch viele andere es immer noch nicht wahrhaben wollen. Ein gesunder "Egoismus" ist das Einzige, was allen dazu verhilft, zu überleben. Die Betonung liegt auf "gesund" und nicht auf "Egoismus"!

Wenn es mir nicht gutgeht - kann ich Dir nicht helfen - nicht auf Dauer, nicht von Herzen und nicht ehrlich. Wenn es mir nicht gutgeht - und ich mich für Dich aufopfere - war es keine Liebe... von beiden Seiten nicht. Dann war es ein Betteln um Liebe, um Anerkennung, ein Selbstverleugnen in der Hoffnung es "richtig" zu machen. Wenn ich es zulasse, dass sich jemand für mich aufopfert und sich selbst vergisst, oder verleugnet - ist es keine Liebe.

Ich habe viel zu lange und leider häufig immer noch unbewusst, versucht meinen Wert durch "funktionieren" zu erhalten. Dadurch, dass andere mich durch meine Leistung, meine Anstrengungen, mein "ich bin doch so lieb", anerkennen und wertschätzen - und lieben. Das war leider ein großer Irrtum - und hat mir viele Schmerzen, körperlich und auch psychisch, bereitet.

Ich darf jetzt langsam diesen Irrtum erkennen - dass es ein Irrtum war, weiß ich schon sehr lange. Nur - ich weiß auch sehr lange, dass es ein großer Unterschied ist zwischen "etwas zu wissen - verstandesmässig" und "etwas zu fühlen - im Herzen".

Ich darf gerade anfangen zu fühlen, und dadurch wirklich zu verstehen, wie lange ich im Irrtum war... Wie sehr ich geliebt werde und schon immer wurde - einfach weil ich "bin". Einfach weil ich hier bin - hier und jetzt. Nicht, weil ich eine gewisse Leistung erbringe, mich auf eine bestimmte Art verhalte oder bestimmte Dinge tue oder sage. Nein! Natürlich war dieses Verhalten für viele angenehm - und vermutlich häufig auch bequem. Aber es war nie der Grund dafür, warum ich geliebt bin.

Ich brauche keinen Grund um geliebt zu werden - niemand von uns braucht den! Niemand von uns muss etwas bestimmtes dafür tun, um eine Berechtigung zu bekommen "liebenswert" zu sein. Ich weiß es lange - ich spüre es jetzt langsam... und es erschreckt mich manchmal. Es ist ungewohnt. Und manchmal ist es für mich schwer auszuhalten, dass ich einfach nichts tun muss - und trotzdem von Herzen geliebt werde. Kann es denn so einfach sein?? Ja - es ist so einfach! Und das macht es so schwer, irgendwie.

Wir sind nicht darauf getrimmt, es uns "einfach" zu machen. "Einfach" ist nichts wert. Das Leben ist nicht "einfach" - vergiss es doch! So oder ähnlich sind doch viele von uns erzogen worden, oder nicht?

Ich darf dazu gerade lernen - doch - genau so ist es. Das Leben ist einfach - und darf einfach sein. Jeder von uns ist liebenswert - und jeder darf sich lieben lassen... So einfach ist es! Aus die Maus!

In diesem Sinne - geh ich jetzt zurück zu meiner Selbstsorge - und akzeptiere, dass ich "einfach so" geliebt werde - und einfach so lieben darf... und wünsche vielen Anderen eine ähnliche Erkenntnis!