Petra Schlötzer

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November...

23-11-2013

Heute ist es Zeit für einen kurzen Jahresrückblick - der November ist fast vorbei, Weihnachten steht vor der Tür, und somit ist auch der Jahreswechsel wieder in greifbare Nähe gerückt.

Was ist passiert in diesem Jahr? Für mich sehr viel, obwohl ich an manchen Tagen den Eindruck habe, dass sich effektiv nichts verändert hat. Und doch - es hat sich sehr, sehr viel verändert. Nur manchmal vergesse ich es sehr leicht - oder habe meinen Blick irgendwo ganz anders, so dass mir gar nicht mehr bewusst ist, was ich in dieser Zeit alles erreicht habe.

Ich habe vor einigen Tagen eine Darstellung der Monate im Zifferblatt einer Uhr gesehen, die mich irgendwie berührt hat. Zwölf Monate - zwölf Abschnitte im Jahreskreis, die anfangs immer ewig lang wirken - und letztendlich dann doch in einem Augenzwinkern vorbei zu sein scheinen. Jedenfalls fühlt es sich zum Jahresende meist so an... für mich auf jeden Fall.

Vor einem Jahr (ziemlich genau) habe ich meine Langzeitarbeitsstelle in der Kinderklinik verlassen - nach über 17 Jahren. Und schwupps ist dieses Jahr vorbei. Vor einem Jahr hatte ich keine Ahnung wie mein Leben sich weiterentwickeln wird, beruflich, finanziell und auch privat. Und schwupps ist dieses Jahr vorbei. Hat sich etwas verändert? Ja natürlich... vor allem meine innere Einstellung (mal wieder). Vor einem Jahr war alles schwer, stellenweise ziemlich düster und mit vielen, vielen Ängsten behaftet. Jetzt... fühle ich mich leichter, entspannter und wieder mehr fähig meinen Weg einfach weiterzugehen und mich auch überraschen zu lassen was als nächstes passiert und wohin ich "geführt" werde. Es hat sich im "Außen" wenig verändert - aber innerlich sehr, sehr viel. Dadurch bin ich wieder ein Stück ruhiger geworden und neugieriger auf das was noch vor mir liegt.

Ich bin völlig davon überzeugt, dass ich mir meinen Lebensweg ein Stück weit "vorausgeplant" habe - und zwar nicht in dem Sinn, wie man sich allgemein sein Leben plant... mit "mein Haus, mein Auto, mein Pferd". Sondern (ich bin absolut überzeugt von Reinkarnation und allem was dazu gehört) ich bin mir sicher, dass ich vor der Geburt in dieses Leben hier meinen Weg, die Ereignisse und die Lernaufgaben die ich mir vorgenommen habe geplant habe. Mit den anderen Seelen, die ich hier wiedertreffe. Und - nachdem ich jemand bin, der ungern den leichten und entspannten Weg nimmt, kann ich mir vorstellen welchen Spass ich "damals" dabei hatte, mir immer wieder Kniffe und Stolperfallen einzubasteln... um dann zu sehen wie ich das gemeistert kriege, ohne zu verzweifeln.

Ja... "vor" diesem Leben war dieser Plan vermutlich ein Wahnsinnsspass... nur - diese Suppe jetzt hier auszubaden ist manchmal gar nicht so lustig, das kann ich hier mal klarstellen. Aber - mit dem Wissen, dass mein "höheres Selbst", also meine Seele, diesen Plan ausgeklügelt hat und niemals etwas geplant hätte, was ich (als Mensch jetzt) nicht schaffen kann, egal wie verstrickt es auch scheint, lebt es sich etwas leichter. Denn ich weiß im Voraus - dass egal was mir passiert... ich werde einen Weg hindurch finden... und werde daran wachsen. Und - ich wollte aus diesen Situationen etwas ganz Bestimmtes lernen. Also ist meine Art inzwischen diesen Dingen zu begegnen, eine ganz andere als früher noch. Jede Krise, jede Schwierigkeit, jede scheinbar völlig sinnlose und bescheuerte Situation in die ich verstrickt bin, hat eine Botschaft für mich. Eine Lernaufgabe, der ich mich stellen wollte - und deshalb jetzt auch stellen werde. Das heißt weiterhin nicht, dass ich nicht stellenweise innerlich am Verzweifeln bin, am Heulen und am Jammern. Durchaus nicht - das gehört dazu, das ist auch erlaubt und wichtig. Weiterhin bin ich menschlich... durch und durch. Aber... ich sehe einen Sinn hinter diesen ganzen Dramen. Ich sehe es als Prüfungssituationen in meiner Lebensschule. Und - mal ehrlich - die Abschlussprüfungen in der Realschule, Gymnasium oder dann auch im Berufsleben sind nunmal deutlich anstrengender und fordern mehr vom Schüler als die ersten Leseübungen in der Grundschule, oder? Obwohl - der Erstklässer natürlich von seinen Aufgaben genauso gefordert ist. Aber je weiter die Entwicklung voranschreitet - desto höher die Anforderungen. Und - man wäre doch beim Abitur vermutlich sehr gelangweilt wenn man plötzlich Erst-Klass-Leseübungen gestellt bekäme? Oder nicht? Genauso sehe ich die Entwicklung der Seele - auf ihrem Weg durch die verschiedenen Lebenszeiten... es geht eben immer weiter... und solang man neugierig bleibt - und sich weiterentwickeln möchte - steigen eben auch die Anforderungen.

Wie gesagt, das heißt in keiner Weise dass ich allem was mir "zustösst", was sich an schwierigen und ernsthaften Situationen zeigt, immer lächelnd und völlig entspannt gegenüber stehe. Nein, nein, nein. Aber ich kann darauf vertrauen, dass was immer mir auch passiert, ich eigentlich den Weg hindurch schon kenne - weil ich mir nie eine Aufgabe überlegt hätte, die ich nicht lösen kann. Und das entspannt mich durchaus... ich kann solche Situationen leichter aushalten, mich auch leichter hineinfallen lassen und spüren was es zu spüren gibt. Auch die Verzweiflung und die Hilflosigkeit, die Trauer, die Angst und die Wut. Weil ich weiß, auch das geht vorbei. Ich werde immer wieder stolpern und fallen - aber, ich stehe auch immer wieder auf. Schneller, mutiger und gestärkter als ich es je zuvor war. Und entspannter als ich es zuvor war - weil ich wieder eine Prüfung geschafft habe. Ich weiß nicht, wieviel dieser Art von Prüfungen ich mir noch ausgedacht habe - ich muss mich überraschen lassen, weiterhin. Aber ich weiß, dass meine Seele ziemlich kreativ ist, einen Wahnsinnsspass daran hat, sich völlig schräge Dinge auszudenken und ein großes Vertrauen in meine menschlichen Fähigkeiten, diese Dinge auch zu erkennen und zu lösen.

Also - tief durchatmen, die ruhigen Zeiten einfach nur genießen und die stürmischen Zeiten mit erhobenem Kopf durchleben - in dem Wissen "auch das geht vorbei" und danach ist wieder Zeit für etwas Neues und Schönes.

Und das bringt mich zurück zum November. Denn auch hier gelten obige Sätze... anstatt sich zu ärgern über das trübe, kalte, ungemütliche Nebelwetter... ist es doch schöner, es einfach so anzunehmen wie es ist, mit dem Wissen, das ändert sich wieder. Es gehört einfach zum Jahreskreis und es wird auch wieder heller, wärmer und freundlicher. Also - Tee kochen, auf die Couch mümmeln, ein paar Kerzen an und einfach nur die ruhige Zeit genießen, so gut es geht. Ich versuch es für mich - und bin gespannt was nach diesen ruhigen, kühlen und manchmal wirklich unangenehmen Tagen wieder passiert.

In einem Buch, das ich schon vor langer Zeit immer mal wieder gelesen habe, wird beschrieben, wie die geistigen Helfer, die mit uns auf diesem Weg unterwegs sind, auf solche schwierigen Situationen reagieren, bzw. in welcher Weise sie mit uns mitfiebern. Man mag von Engeln und Geisthelfern halten und denken was man will, aber die Definition "aufgeregtes Flügelschwirren" finde ich immer wieder herrlich. Also - wann immer unsereins in schwierigen, scheinbar aussichtlosen Situationen verstrickt ist, sind unsere Engel, Helfer, was auch immer, entsprechend gespannt auf unsere Reaktion. Und dieses äußert sich in "aufgeregtem Flügelschwirren"... Ich kann das oft fast hören und muss dann schon wieder lachen. Wenn die Anspannung und Nervosität auf den Zuschauerplätzen steigt, alle den Atem anhalten und warten was als nächstes kommt. Tja - das Leben als Krimi... manchmal trifft es das ziemlich gut. Manchmal ist es eher eine Komödie und manchmal zum Glück auch eher Rosamunde-Pilcher mit dem Happy End. Jedenfalls ist es nie langweilig und eine Fortsetzung folgt...