Petra Schlötzer

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Das Frühjahr... Zeit für den Neubeginn... Aussaat von heilenden Gedanken

07-05-2014

Wir sind aktuell schon mitten im Wonnemonat Mai. Wie schnell doch die Zeit bis hierher wieder vergangen ist. Ein Drittel des Jahres 2014 ist schon um - eigentlich im Handumdrehen - jedenfalls fühlt es sich für mich gerade so an.

Bisher hatten wir ein sehr warmes und trockenes Frühjahr. Heute ist es etwas bedeckt und regnerisch, aber keinesfalls "schlechtes Wetter" - schließlich braucht die Natur um uns ganz dringend Regen, um überleben zu können. Die letzten Monate waren eindeutig zu trocken und eigentlich auch zu warm, wobei ich mich keinesfalls beschweren will, haha, ich mag das warme Wetter schon sehr gern. Nur - ich bin ein Kind vom Land, aufgewachsen auf einem Bauernhof, und somit auch sehr verbunden mit der Natur und den Jahreszeiten. Ich weiß, dass alles um uns herum inklusive uns selber den Regen braucht, natürlich in Maßen, aber eben doch braucht. Vor genau einem Jahr war dieser Regen übermäßig - und wir hatten mit massiven Überschwemmungen zu kämpfen. Dieses Jahr kommt scheinbar der Ausgleich - deutlich weniger.

Ich finde überhaupt, dass aktuell eine sehr spannende Zeit ist - nicht nur wettermäßig. Ich weiß ja nicht, wie es anderen ergeht, aber ich spüre eine extreme Anspannung in der Luft an manchen Tagen. Die Energie, die uns umgibt, scheint sehr hoch derzeit und ist (finde ich) an manchen Tagen kaum zu ertragen. Die Menschen die mich umgeben, fühlen es vermutlich auch - können es aber nicht in Worte fassen. Viele fühlen sich müde, angespannt, innerlich am Zerreissen, ohne dass es einen handfesten Grund dafür gäbe. Mir ergeht es an manchen Tagen ähnlich - nur kann ich es vielleicht eher zuordnen, weil ich mich schon lange damit beschäftige. Nein, ich weiß an vielen Tagen auch nicht, warum ich mich so fühle, müde, unruhig, traurig, nervös. Aber ich kann es zulassen. Ich kann es zur Kenntnis nehmen und einfach abwarten, bis es wieder anders wird. Und - ein Riesenschritt - ich kann akzeptieren, dass manches einfach so gar nichts mit mir zu tun hat. Dass ich häufig einfach "nur" sehr empfänglich für diese allgemeine Schwingung bin, für diese extrem hohe Energie, die uns seit langem umgibt und die einen massiven Umbruch anzeigt - der ins Gute oder auch ins Schlechte rutschen kann - je nachdem was man/frau damit macht.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, wir leben in einer Zeit des stetigen Wechsels, der Weiterentwicklung, und das in Riesenschritten und quasi mit Siebenmeilenstiefeln, von denen uns nie bewusst ist, dass wir sie je angezogen haben. Aber - wir tragen sie - alle! Wir leben in einer sehr schnelllebigen Zeit. Nur manchmal fällt es einem schwer, das zu akzeptieren, bzw. mit diesem Tempo schrittzuhalten. Umso wichtiger ist es, finde ich, sich selbst einmal wieder Ruhe und Stille zu gönnen. Innezuhalten, zur Ruhe zu kommen, sich selbst wichtig genug zu nehmen, sich einmal eine kurze Auszeit zu gönnen. Und das muss kein 3-Wochen-Kuraufenthalt sein oder keine 2-wöchige Urlaubsreise. Manchmal genügt es, sich schon für einige Minuten zurückzuziehen, durchzuatmen, sich selbst zu spüren und wieder zu festigen. Bodenhaftung zu gewinnen, um dann den Rest des Tages durchzustehen.

Viele von uns (mich eingeschlossen) vergessen das so oft wieder. Wie einfach es wäre, sich diese Auszeiten zu nehmen. Und dass die Regelmäßigkeit viel wichtiger ist, als die Länge dieser Zeiten. Jeden Tag ein paar Minuten, ob es nun zwei oder fünf sind, oder auch fünfzehn. Aber die Regelmäßigkeit würde so vieles leichter machen. Alles muss geübt und trainiert werden - auch der Umgang mit sich selber und natürlich auch die Entspannung und Konzentration auf sich selbst. Und Übung macht den Meister... das Sprichwort kommt nicht von ungefähr.

Was mich häufig sehr fasziniert - wenn ich mich dann an der eigenen Nase packe und wirklich eine Regelmäßigkeit hinbekomme - ist, wieviel doch in einen ganz normalen Tag passt, und das ohne Stress und ohne Erschöpfung. Trotz Arbeit, trotz hohen Ansprüchen an mich selber. An manchen Tagen passt einfach sooo viel mehr in diese 24 Stunden als an anderen. Weil sich meine Einstellung dazu verändert hat. Weil ich das, was ich tue, mit Freuden tue. Weil es mich dann nicht erschöpft und nicht anstrengt. Es geht einfach leichter von der Hand und es gibt mir Energie, anstatt mir Energie zu rauben. Und das nur, weil sich meine innere Einstellung komplett gewandelt hat.

Ich "muss nicht mehr arbeiten" - ich darf arbeiten. Ich "muss nicht mehr üben" - ich darf üben (ich spiele Trompete... unter anderem...) und ich freue mich darüber, weil es mir unheimlich Spass gibt. Und täglich 10 Minuten üben mir viel mehr bringt, als einmal wöchentlich eine Probe von 1 1/2 Stunden (die ich trotzdem habe - und die durch das tägliche Üben auch viel entspannter und freudiger ist). Ich "muss keinen Sport machen" - ich freue mich total, wenn ich meinen Körper bewegen kann - und ich spüre inzwischen meinen Körper wieder so gut und so differenziert, dass ich auch sehr genau weiß, was mir gerade gut tut und was nicht.

Durch die letzten Jahre, in denen ich mich sehr intensiv mit mir, meinem Körper, meinen Gefühlen und meinem Erleben beschäftigt habe, habe ich einen anderen Blick zu vielen Dingen bekommen, und ein völlig neues und leichteres Körpergefühl. Ich "spüre" mich wieder - nachdem ich mich jahrelang überhaupt nicht gespürt hatte und nicht mal auf die Idee gekommen wäre, dass das so nicht wirklich normal ist. Es erschien so normal. Und mein Umfeld hat es häufig entsprechend gespiegelt, leider.

Jetzt durfte ich zum Glück lernen, dass LEBEN etwas anderes ist. Leben beinhaltet sich zu spüren, Leben beinhaltet eine Leichtigkeit und auch eine Tiefe, die mir früher leider versagt war. Obwohl, die Tiefe habe ich immer gespürt, nur war sie meistens eher dunkel und schmerzhaft - jetzt ist diese Tiefe des Erlebens und des Spürens eine Quelle von Kraft, von Hoffnung und eben von Leichtigkeit. Ich durfte lernen, wie wichtig mein Gefühl ist, wie wichtig ICH bin - für mich. Und dass ich jedes Recht darauf habe, dieses auch zu spüren, zu leben und voll auszukosten. Ich darf ICH sein - zu meinem Besten.

Und genauso - darf jeder Andere auch er selber sein - zu seinem Besten. Nur - manche missverstehen das, denn hinter allem steht "das höchste Wohl" für alle. Auf sich selbst zu achten und eigene Bedürfnisse zu erfüllen ist gut und wichtig - aber nicht auf Kosten anderer. Der alles entscheidende Grundsatz ist - so wie ich ihn kennenlernen durfte und auch versuche zu leben "Zu meinem höchsten Wohl - und zum Besten für alle Beteiligten!" Das macht einen scheinbar kleinen, und doch sehr feinen und wichtigen Unterschied...

Probieren Sie es einfach aus - spüren Sie in sich hinein, nur eine oder zwei Minuten am Tag. Fühlen Sie den Boden unter ihren Füßen, spüren Sie wie es sich anfühlt präsent zu sein, achtsam, tief und ruhig durchzuatmen und sich nur ganz kurz wirklich und wahrhaftig auf sich selbst zu fokussieren und alles andere loszulassen. Und lächeln Sie sich selber kurz zu, beglückwünschen Sie sich dafür, dieses geschafft zu haben - uns seien Sie gnädig mit sich selbst. Sehen Sie die guten Dinge, die schönen Dinge die Sie geschafft haben. Die Kraft und die Stärke, die Ausdauer die in Ihnen steckt.

Es macht einen Unterschied. Dessen bin ich mir sicher!