Petra Schlötzer

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Umbruch...

19-07-2014

Liebe Leser,

kennen Sie das? In manchen Zeiten scheint es, als würde sich nichts, aber auch absolut gar nichts weiterbewegen... als wäre man zum Stillstand gezwungen... unfähig irgendetwas an diesem Zustand zu ändern?

Ich kenne das leider viel zu gut - und erlebe solche Tage immer wieder. Manchmal erschreckt es mich - manchmal muss ich einfach nur darüber schmunzeln - manchmal halte ich es relativ entspannt aus und kann warten bis sich das Rad wieder weiterdreht - und manchmal... drehe ich innerlich auch ein bißchen am Rad... durchaus.

Ich bin dann häufig am überlegen "was mache ich eigentlich falsch", bzw. "warum läuft nichts so, wie ich mir das vorgestellt, oder gewünscht habe"? Aber... mache ich wirklich etwas falsch? Oder bin ich vielleicht doch weiterhin nur zu ungeduldig? Bin ich es durch die letzten Jahre so gewöhnt, ständig unter Druck und Anspannung zu stehen, dass ich "unspektakuläre" Tage kaum ertragen kann? Schlichtweg weil ich es nicht kenne?

Ist mein Anspruch an mich selbst immer noch viel zu hoch? Ich dachte wirklich ich hätte ihn auf ein "normales" und erträgliches Maß heruntergeschraubt... Vielleicht liege ich da falsch.

Ich habe in den letzten Tagen einige Mails gelesen, die ich an Freunde geschrieben habe - wenn es diesen nicht gut ging. Und es ist interessant... weil jedes dieser Worte an mich selbst gerichtet sein könnte - und vermutlich auch ist. Es ist ja meistens wirklich so, dass die guten Ratschläge, die man anderen gibt - vor allem einem selber helfen könnten - wenn man sich zuhören würde!

Einer meiner liebsten Sätze... (meine Freunde werden jetzt schmunzeln...) "Lass Dir Zeit und sei gnädig mit Dir selbst!"

Äh,... ja... ok... ich versuchs mal wieder :-)

Auch immer wieder angebracht... "Schau doch einfach mal zurück, was im letzten Jahr (oder in den letzten Jahren) passiert ist - wo Du warst, wie Du reagiert hast - und wo Du jetzt stehst und reagierst... Dann erkennst Du, wieviel Du geschafft hast - und wieviel Du an Dir gearbeitet hast!"

Autsch... menno... stimmt ja auch!

Mehr plauder ich jetzt nicht aus dem Nähkästchen - aber ich denke, jeder versteht, was ich damit meine. Man (bzw. ich...) ist häufig viel zu hart mit sich selbst und hat leider die meisten blinden Flecke da, wo es um einen selbst geht. Man hadert mit sich, geißelt sich, bestraft sich für Dinge, die einfach normal sind, bzw. einfach passieren... ohne böse Absicht. Aber es ist kein wertschätzender und liebevoller Umgang mit sich selbst - leider. Und häufig auch kein vertrauensvoller Umgang mit sich selbst.

Ich habe in den letzten Tagen viel mit Personen zu tun gehabt, die mit ihrem Gewicht, bzw. ihrem Körper hadern - und ich finde es traurig, zusehen zu müssen. Wie jemand sich selbst so "vergiftet" - nicht mit Nahrungsmitteln, sondern mit Gedanken und Taten. Kann ich helfen? Solange diese Person keine Hilfe möchte - NEIN! Es geht nicht - ich bin hilflos und habe ja auch keinerlei Auftrag dazu... trotzdem ist es schwer zuzusehen, wie sich jemand selbst kaputt macht. Mit Methode...

Leider - oder zum Glück - ist jeder für sich selbst verantwortlich. Und erst wenn man diese Verantwortung wirklich vollen Herzens übernimmt - hat man eine Möglichkeit zu heilen und zu wachsen. Ich bemühe mich, diese Verantwortung zu übernehmen - für mich und meinen Körper, meine Seele, mein Leben. Aber - auch mir fällt es an manchen Tagen schwerer als an anderen. Allerdings habe ich weiterhin die tiefe, innere Gewissheit, dass "alles gut wird" und ich genau auf dem richtigen und für mich vorgesehenen Weg bin. Manchmal muss ich noch stolpern, hole mir eine blutige Nase und blutige Knie, darf auch weinen und mit mir und diesem Weg hadern... ABER... ich stehe wieder auf - und gehe weiter, Schritt für Schritt - manchmal Babyschritte... das ist egal. Aber ich gehe!!!

In den letzten Wochen ist bei mir wieder einiges passiert, was mich zum weitergehen zwingt... wörtlich. Allerdings sehe ich das als Wink des Universums mich jetzt endlich wieder zu bewegen - nach einiger Zeit des scheinbaren Stillstands - der mir ja auch zu ruhig und zu unbewegt war. Seufz... es scheint schon schwer, es mir rechtzumachen :-)

Also... Umbruch... Zeit für Neues... Neue Erfahrungen und neue Bewegung - mal sehen wohin es mich führt!