Petra Schlötzer

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2015 - wieder ein Neuanfang

10-01-2015

Liebe Leser, im Handumdrehen sind wir im nächsten Jahr angelangt. 2015 - was wird es bringen. Ist es ein Neuanfang? Ich finde ja - alle Jahre wieder - beginnt etwas völlig Neues. Nur weil sich die Jahreszahl ändert? Nein - für mich sind die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönigstag wirklich immer ein kleiner Abschied und ein Neubeginn. So auch dieses Jahr.

Ich finde es spannend... eine kurze Rückschau zu halten, mir das letzte Jahr noch einmal bewusst anzusehen, zu spüren, was ist passiert... was hat sich verändert... wer ist in mein Leben getreten... wer hat sich verabschiedet... Gedanken dieser Art. Und, glauben Sie mir, es ist viel geschehen. Mal wieder. 2014 war für mich ein interessantes und zum Teil sehr anstrengendes Jahr. Ich durfte viel lernen, viel erfahren, über sehr vieles nachdenken, womit ich mich sonst wahrscheinlich nicht beschäftigt hätte. Rein äußerlich sah es häufig so aus, als würde sich bei mir nichts bewegen... rein innerlich hat sich eine Unmenge bewegt.

Obwohl ich... weiterhin den gleichen Job mache, den ich seit 2013 mache... obwohl ich... weiterhin vieles tue oder nicht tue, was ich vorher getan oder nicht getan habe... Und doch - hat sich vieles bewegt. Ich durfte schmerzhaft lernen, mich wieder mehr um mich zu kümmern. Und an manchen Tagen erinnert mich mein Körper weiter daran - damit ich diese Lektion nicht wieder vergesse. Ich durfte durch diese körperlichen Beschwerden neue Menschen kennenlernen, die ich sonst vielleicht nie getroffen hätte, und die mein Leben unheimlich bereichern. Und vor allem durfte ich dadurch lernen, dass jederzeit Menschen in meinem Umfeld sind, die sich um mich kümmern und mir helfen - wenn ich es zulasse und frage. Und das war für mich ein schwieriger Schritt - aber - ich habe ihn gemacht und bin sehr dankbar dafür. Zu sehen, auch ich bin es wert, dass man sich um mich sorgt. Bisher war ja meistens ich diejenige, die sich gesorgt hat...

Ich weiß nicht, wer es noch so erlebt hat, aber vor allem die zweite Jahreshälfte war unheimlich emotional geladen. Ich kenne viele Paare, bei denen sich in den letzten Monaten vieles bewegt hat... sich häufig auch gezeigt hat, dass sie eigentlich nicht zueinander passen... bzw. dass es Zeit ist, wieder getrennte Wege zu gehen. Obwohl doch "eigentlich alles gut war". Nach näherem Hinsehen konnte nämlich bemerkt werden, dass eigentlich gar nichts gut war. Nur - man hatte sich arrangiert... und sich daran gewöhnt, dass es "halt so ist". Ich bin sehr gespannt wie es für diese Paare, bzw. die betroffenen Personen 2015 weitergeht. Jedenfalls bringt es mich dazu, mich sehr viel und sehr intensiv mit der Frage "Partnerschaft - Liebe" zu beschäftigen... ein Thema, dass mich sowieso seit Jahren begleitet. Ich habe auch vor längerem angefangen, ein Manuskript dazu zu schreiben - und hoffe, dieses irgendwann erfolgreich beenden und auch veröffentlichen zu können. Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

Im Moment bin ich fasziniert, und häufig sehr traurig, zu beobachten, wie viele mehr oder weniger langjährige Partnerschaften nach aussen "die heile Welt" darstellen - aber wenn man hinter die Kulissen sieht, doch aus zwei Personen besteht, die eigentlich traurig und einsam sind. Paare, die seit Jahren zusammen leben - und irgendwann "einfach die Luft raus ist", oder vielleicht nie viel Luft da war? Ich weiß es nicht. Was hält einen in einer Beziehung fest, die allen Beteiligten nicht mehr gut tut...? Ist das Liebe? Die Angst davor allein zu sein? Besitzen wollen? Die Angst um die Kinder?

Ist es Liebe, wenn einer der Partner resigniert und sich dem anderen "ergibt" - damit zu Hause Ruhe herrscht... Ich kenne persönlich zu viele dieser Beziehungen - und ich möchte mir nicht vorstellen, wie viele es tatsächlich sind...

Nein - ich bin nicht verheiratet und ich habe keine Kinder... Was viele zu dem Urteil bringt "Du hast ja keine Ahnung und kannst nicht mitreden"... Dafür beschäftige ich mich seit Jahren damit "hinzuschauen". Dafür habe ich mehr als eine Beziehung bewusst beendet - weil sie mir nicht gutgetan hat... und ich "mich" aufgegeben hätte, um in der Beziehung "die heile Welt" zu kreieren. Ich wäre verschwunden und hätte mich in Luft aufgelöst, wenn ich weiter so funktioniert hätte, wie es vom Partner und dem Umfeld gefordert wurde. Ich bin kaputtgegangen... und habe funktioniert.

Ich kenne diese Muster - und ich weiß leider auch, was es mit mir gemacht hat. Umso schmerzhafter ist es für mich, zu sehen, wie so viele andere genau diese Muster leben... weil es eben so ist. Es tut mir weh, zuzusehen, wie vor allem Frauen ihre Macht ausleben und einen Mann erpressen... durch Abweisung... durch Kälte... ob jetzt die vielbesungene "Migräne" so häufig ist, weiß ich nicht... Ich sehe immer mehr, wie wenig Frauen gerne "Frau" sind... wie wenig Frauen wissen, wie schön "Frau sein" sein kann. Und das bedeutet nicht, ein naives Dummchen zu werden, dass den Mann als Lebensretter braucht! Beileibe nicht!!!

Frauen - die ihr Frausein leben - sind unheimlich stark... aber es ist eine feminine Stärke - eine nährende Stärke - eine verletzliche und weiche Stärke. Das mag seltsam klingen... aber genau so ist es. WIR sind auf andere Weise stark als Männer - und das haben wir über Jahrhunderte hinweg verloren, vergessen, es wurde uns abtrainiert. WIR haben gelernt genauso hart und unbeugsam zu werden wie Männer... wobei Männer, die ihr "Mann sein" leben, nicht hart sind und auch nicht unbeugsam. Aber das Klischee... das bedient wird... zeigt sie so.

WIR haben jetzt endlich die Möglichkeit diese beiden so verschiedenen Qualitäten wieder gemeinsam zu leben - zu trainieren - zu lernen. WIR haben die Möglichkeit unseren Kindern zu zeigen, wie es geht... sich zu respektieren, zu lieben, miteinander zu wachsen - und nicht, sich gegenseitig kleinzuhalten und zu dominieren.

Beziehungen, die als Basis die Angst haben, den anderen zu verlieren - und wo deshalb ständig mit dieser Angst agiert wird, man sich gegenseitig mißtraut, klein hält, erpresst, oder was auch immer - sind keine Liebesbeziehungen. Das ist für mich keine "Partnerschaft" - das ist Abhängigkeit von ungesunden Lebensweisen, Machtmißbrauch, Angst...

Wenn ich jemanden liebe - und ich weiß, dieser Mensch liebt mich - ist kein Platz für Mißtrauen... kein Platz für Angst... und vor allem kein Platz dafür, diesen Menschen kleinzumachen. In einer solchen Beziehung darf durchaus gestritten werden, bzw. es darf Meinungsverschiedenheiten geben - natürlich! Aber - wenn die Basis stimmt... werden sich diese beiden Menschen nicht bewusst verletzen und aufeinandereinhacken. Sondern sich gemeinsam darum bemühen, ihre Basis wiederzufinden. Kompromisse zu finden, die für beide ok sind.

Ich kenne auch Paare, die genau das leben und sich wirklich gefunden haben - und das heißt nicht, dass diese Paare keinerlei Schwierigkeiten oder Krisen zu durchleben haben. Aber - sie durchleben sie gemeinsam - weil die Basis stimmt und weil sie wissen, sie wollen es gemeinsam schaffen.

Im Moment kenne ich einige Menschen, die obwohl in einer "festgefahrenen" Partnerschaft lebend - plötzlich den Menschen treffen, mit dem sie diese Liebe leben könnten... und hier bin ich auf 2015 sehr gespannt... wohin sich diese Treffen entwickeln. Interessanterweise - und für viele nicht vorstellbar - geht es hier niemandem um "ich will aber diesen Menschen jetzt für mich haben" - sondern darum, dass es diesem Menschen gut geht... ob mit mir oder ohne mich - hauptsache dieser Mensch ist glücklich. Das passiert gerade an vielen Ecken - relativ zeitgleich - und ich bin neugierig, wohin diese Entwicklungen führen.... sehr, sehr neugierig.

Ich wünsche jedem, der das hier liest, von Herzen ein gesundes, glückliches und vor allem zufriedenes Jahr 2015. Laut den verschiedenen Horoskopen, die ich ab und an mal durchstöbert habe, wird sich 2015 vieles entspannen... klären... zum Guten wenden. In diesem Sinne - lassen wir uns überraschen!